Psychotherapie

Akzeptanz + Commitment-Therapie

Einer der Therapieansätze, nach der wir überwiegend unsere Behandlungen durchführen, heißt Akzeptanz + Commitment-Therapie oder kurz ACT (in einem Wort gesprochen). Diese Therapieform wurde in Amerika von Steven C. Hayes entwickelt. Sie steht in der Tradition der kognitiven Verhaltenstherapie und verbindet die neuesten neurophysiologischen Erkenntnisse mit dem uralten Wissen fernöstlicher Achtsamkeitsmeditation.

Die Akzeptanz + Commitment-Therapie (ACT) ist ein weiterentwickelter Ansatz der Verhaltenstherapie.
In dieser Therapieform werden Akzeptanz- und Achtsamkeitsstrategien als auch Strategien der Verhaltensänderung und des engagierten Handelns eingesetzt. Ziel ist es, die psychische Flexibilität zu erhöhen oder aufrechtzuerhalten, die für ein wertorientiertes Leben unter ständig wechselnden inneren und äußeren Lebensbedingungen erforderlich ist. Es werden neue Lebensziele erarbeitet und versucht, emotionales Vermeidungsverhalten aufzugeben.

 

ACT geht also davon aus, dass wir unsere seelischen Ereignisse – ganz egal, ob wir sie mögen oder nicht – zunächst einmal grundlegend annehmen müssen. Ein wichtiger Prozess, denn tun wir das nicht, werden unsere
Probleme nur verstärkt, werden immer größer und beginnen, uns ganz zu beherrschen. Es heißt aber nicht gegen sich zu kämpfen oderLeiden passiv zu ertragen, sondern ACT entwickelt hier die selbstgewählte Aktion, die sich an den eigenen Werten ausrichtet und ein sinnhaftes Leben öffnet. Die Therapie umfasst in der ACT sechs Dimensionen. Sie definieren spezifische Kompetenzen, die die Patientin/ der Patient im Laufe der Behandlung lernt und einübt.